Quelle: "Die Jäger des Meeres: Walfänger und Robbenjäger im Nord-Atlantik," herausgegeben von der High North Alliance, 1997.



Sattelrobbe (Phoca groenlandia)

Verbreitung: In arktischen und subarktischen Gewässern des Nordatlantiks nördlich von Neufundland, Island, Nordnorwegen und Nordrußland. Es gibt drei Populationen, die durch ihre Wurfplätze unterschieden werden: Neufundland („Golf/Front“), Jan Mayen („Westeis“) und dem Weißen Meer („Ostherde“).

Bestandsgröße und Bejagung: Für den Nordwest-Atlantik liegt die Bestandsschätzung (basierend auf der Nachwuchsproduktion) nahebei 5 Mio. Die kanadische Quote war 1997 275.000, von der rund 260.000 Tiere gefangen wurden. Die Grönländer erbeuten jährlich rund 50.000 Tiere aus demselben Bestand. Der zentral-atlantische Bestand wird auf 170.000 bis 375.000 geschätzt, aus dem norwegische Robbenfänger 1996 6.427 Tiere entnahmen. Die norwegische Quote für 1997 liegt bei 13.100 erwachsenen Tieren. Für die Quotenberechnung zählen zwei Jungtiere wie ein erwachsenes, und bis zur Hälfte der Quote kann in Form entwöhnter Jungtiere gefangen werden. Das bedeutet, daß die Gesamtquote bis zu 19.650 Tiere betragen kann, wenn die Höchstzahl der erlaubten Jungtiere erlegt wird. Für die ost-atlantische
Population gibt es keine Bestandsschätzungen. Zwar gab es 1997 eine Unter-suchung, aber die Daten werden noch ausgewertet. In den
vergangenen Jahren lag die gesamte norwegisch-russische Entnahme aus diesem Bestand bei rund 40.000 Tieren jährlich. Auch für 1997 wurde die Quote auf 40.000 Tiere festgelegt. Diese Entnahme ist bedeutend niedriger als in früheren Jahren.

 

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